Verordnung zur Festlegung der Pauschalen nach § 11 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNV-Pauschalen-Verordnung - ÖPNVP-VO)
Vom 12. November 2025
Auf Grund des § 11 Absatz 1 Satz 3 und Satz 7 und Absatz 2 Satz 2 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen vom 7. März 1995 (GV. NRW. S. 196), geändert durch Gesetz vom 4. Dezember 2012 (GV. NRW. S. 638), wird im Einvernehmen mit dem fachlich zuständigen Landtagsausschuss verordnet:
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§ 1 Höhe und Verteilung der SPNV-Pauschale
§ 1 neu gefasst durch Verordnung vom 19. Dezember 2016 (GV. NRW. 2017 S. 115), in Kraft getreten am 19. Januar 2017; Absatz 1 neu gefasst durch Verordnung vom 25. November 2019 (GV. NRW. S. 940), in Kraft getreten am 1. Januar 2020; Absatz 1 neu gefasst durch Verordnung vom 11. November 2021 (GV. NRW. S. 1243), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1. Januar 2021; Absatz 1 neu gefasst durch Verordnung vom 19. Januar 2022 (GV. NRW. S. 48), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1. Januar 2022; Absatz 1 geändert durch Verordnung vom 13. Dezember 2022 (GV. NRW. S. 1101), in Kraft getreten am 24. Dezember 2022; Absatz 1 neu gefasst durch Verordnung vom 18. Dezember 2023 (GV. NRW. S. 1458), in Kraft getreten am 1. Januar 2024.
(1) Die Höhe der dem jeweiligen Zweckverband zukommenden Pauschale nach § 11 Absatz 1 Satz 3 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen vom 7. März 1995 (GV. NRW. S. 196), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Dezember 2019 (GV. NRW. S. 1046) geändert worden ist, im Folgenden ÖPNVG NRW, beträgt
1. für den Zweckverband gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe a ÖPNVG NRW
a) im Jahr 2024: 772 309 777,93 Euro,
b) im Jahr 2025: 922 036 355,82 Euro,
c) im Jahr 2026: 755 510 144,88 Euro,
d) im Jahr 2027: 769 888 177,00 Euro,
e) im Jahr 2028: 784 574 138,32 Euro,
f) im Jahr 2029: 799 562 053,56 Euro,
g) im Jahr 2030: 814 858 439,13 Euro,
h) im Jahr 2031: 830 469 959,67 Euro,
i) im Jahr 2032: 847 965 342,44 Euro,
2. für den Zweckverband gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe b ÖPNVG NRW
a) im Jahr 2024: 436 294 880,28 Euro,
b) im Jahr 2025: 494 806 501,31 Euro,
c) im Jahr 2026: 387 166 467,24 Euro,
d) im Jahr 2027: 396 153 087,05 Euro,
e) im Jahr 2028: 405 340 758,05 Euro,
f) im Jahr 2029: 414 744 870,45 Euro,
g) im Jahr 2030: 424 370 698,18 Euro,
h) im Jahr 2031: 434 223 648,91 Euro,
i) im Jahr 2032: 443 835 370,98 Euro,
3. für den Zweckverband gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe c ÖPNVG NRW
a) im Jahr 2024: 479 693 774,33 Euro,
b) im Jahr 2025: 570 927 666,53 Euro,
c) im Jahr 2026: 535 996 953,93 Euro,
d) im Jahr 2027: 547 212 570,03 Euro,
e) im Jahr 2028: 558 673 582,78 Euro,
f) im Jahr 2029: 570 387 805,60 Euro,
g) im Jahr 2030: 582 361 089,83 Euro,
h) im Jahr 2031: 594 599 428,63 Euro,
i) im Jahr 2032: 589 239 632,32 Euro.
(2) Der Betrag je Zweckverband nach Absatz 1 erhöht sich in den Jahren ab 2020 um einen Pauschalbetrag je Zug-Kilometer für gegenüber dem Fahrplanjahr 2019 zusätzliche Zug-Kilometer
1. im SPNV-Netz im besonderen Landesinteresse, soweit diese aus einer gegenüber der Bekanntmachung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr „SPNV-Netz im besonderen Landesinteresse nach § 7 Abs. 4 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNVG NRW)“ vom 11. September 2015 (MBl. NRW. 2016 S. 67) abweichenden Festlegung des SPNV-Netzes im besonderen Landesinteresse gemäß § 7 Absatz 4 ÖPNVG NRW mit Ausnahme der Verdichtung des Zweistundentaktes der Linie RE 11 zwischen Hamm und Paderborn auf einen Stundentakt resultieren, oder
2. auf Streckenabschnitten, deren streckenbezogener Aus- oder Neubau als Investitionen im besonderen Landesinteresse gemäß § 13 Absatz 1 Nummern 1 oder 4 oder Absatz 2 ÖPNVG NRW gefördert wurde, soweit diese zusätzlichen Zug-Kilometer zum Zeitpunkt der Bewilligung der Investitionsförderung zu Grunde lagen.
Voraussetzung für die Gewährung des jeweiligen Erhöhungsbetrages ist die Betriebsaufnahme für die jeweiligen zusätzlichen Zug-Kilometer spätestens im Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Pauschalbetrag je Zug-Kilometer beträgt im Jahr 2020 10 Euro und erhöht sich ab dem Jahr 2021 um 1,8 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahr.
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§ 2 Verwendungszweck der SPNV-Pauschale
(1) Der Verwendungszweck der Pauschale nach § 11 Absatz 1 ÖPNVG NRW wird zur Sicherstellung von Projekten des ÖPNV, die auf Grund von Vorgaben auf Ebene des Bundes unter Mitwirkung des Landes realisiert werden, nachfolgend näher bestimmt.
(2) Für die Sicherstellung des ÖPNV-Projektes Rhein-Ruhr-Express gemäß § 2 Absatz 2a ÖPNVG NRW haben die Zweckverbände gemäß § 5 Absatz 1 ÖPNVG NRW folgende Vorgaben zu beachten:
1. Auf das in der Anlage zu dieser Verordnung dargestellte Linien- und Haltekonzept des Rhein-Ruhr-Express zwischen Köln und Dortmund ist hinzuwirken.
2. Bei der Vergabe von Schienenpersonennahverkehrsleistungen, die solche enthalten, die voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 oder später in Linien des Rhein-Ruhr-Express aufgehen, sind an die Fahrzeuge dieselben Anforderungen zu stellen, wie an Fahrzeuge des Rhein-Ruhr-Express. Diese Anforderungen sind:
a) elektrische, mehrfachtraktionsfähige Doppelstocktriebfahrzeuge mit Zweirichtungsbetrieb,
b) die Zuglänge darf in Doppeltraktion 215 m über Puffer nicht überschreiten,
c) automatische Mittelpufferkupplungen,
d) Notbremsüberbrückung,
e) Höchstgeschwindigkeit von mindestens 160 km/h,
f) Beschleunigung von mindestens 1,0 m/s²,
g) Zeitbedarf von höchstens 72,5 s zum Erreichen von 160 km/h aus dem Stand,
h) mindestens 800 Sitzplätze pro Zug und mindestens 400 Sitzplätze je Fahrzeug,
i) alle Türen mit niveaugleichen, mindestens zweispurigen Einstiegsbereichen bei einer Bahnsteighöhe von 760 mm über Schienenoberkante,
j) die Anzahl der Türen je Fahrzeugseite ist so zu bemessen, auf jede Türspur maximal 26 feste Sitzplätze entfallen,
k) Sitzabstände von mindestens 800 mm bei Reihenbestuhlung und mindestens 1.750 mm bei Vis-à-vis-Bestuhlung,
l) einheitliches Farbkonzept für alle Fahrzeuge sowohl für die äußere Hülle als auch für die Innenausstattung,
m) vandalismusresistente Oberflächen,
n) mindestens ein Erste-Klasse-Bereich je Fahrzeug,
o) mindestens ein Mehrzweckraum je Fahrzeug,
p) mindestens zwei Toiletten je Fahrzeug davon mindestens eine behindertengerecht,
q) Fahrgastinformation mindestens mit Displays an Fahrzeugfront und -seiten sowie im Fahrzeug und
r) Klimatisierung auch im abgestellten Zustand.
(3) Das für das Verkehrswesen zuständige Ministerium kann Abweichungen von den Vorgaben nach Absatz 2 zulassen.
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§ 3 Verteilung der ÖPNV-Pauschale
§ 3: neu gefasst durch Verordnung vom 25. November 2019 (GV. NRW. S. 940), in Kraft getreten am 1. Januar 2020; neu gefasst durch Verordnung vom 13. Dezember 2022 (GV. NRW. S. 1101), in Kraft getreten am 1. Januar 2023; neu gefasst durch Verordnung vom 27. Januar 2023 (GV. NRW. S. 122), in Kraft getreten mit Wirkung vom 1. Januar 2023.
Neu gefasst durch Artikel 1 der Verordnung vom 12. November 2025, in Kraft getreten am 1. Januar 2026.
Die ÖPNV-Pauschale nach § 11 Absatz 2 ÖPNVG NRW wird wie folgt verteilt:
1. Ennepe-Ruhr-Kreis: 1 794 249,30 Euro,
2. Hochsauerlandkreis: 1 375 655,86 Euro,
3. Kreis Borken : 1 099 564,4 Euro,
4. Kreis Coesfeld : 775 040,14 Euro,
5. Kreis Düren : 1 008 872,66 Euro,
6. Kreis Euskirchen : 787 551,34 Euro,
7. Kreis Gütersloh : 875 805,33 Euro,
8. Kreis Heinsberg : 999 199,98 Euro,
9. Kreis Herford : 480 587,19 Euro,
10. Kreis Höxter: 902 762,25 Euro,
11. Kreis Kleve : 850 927,57 Euro,
12. Kreis Lippe : 884 613,7 Euro,
13. Kreis Mettmann : 2 112 907,46 Euro,
14. Kreis Minden-Lübbecke : 632 823,68 Euro,
15. Kreis Olpe : 543 431,98 Euro,
16. Kreis Paderborn: 851 148,19 Euro,
17. Kreis Recklinghausen : 2 954 480,12 Euro,
18. Kreis Siegen-Wittgenstein : 1 317 952,16 Euro,
19. Kreis Soest : 1 101 606,59 Euro,
20. Kreis Steinfurt : 1 191 692,48 Euro,
21. Kreis Unna : 1 500 888,81 Euro,
22. Kreis Viersen : 931 551,22 Euro,
23. Kreis Warendorf : 792 294,53 Euro,
24. Kreis Wesel : 1 371 888,37 Euro,
25. Märkischer Kreis : 2 082 073,68 Euro,
26. Oberbergischer Kreis : 1 158 384,23 Euro,
27. Rhein-Erft-Kreis : 1 347 722,35 Euro,
28. Rheinisch-Bergischer Kreis : 1 817 624,47 Euro,
29. Rhein-Kreis Neuss : 1 303 634,78 Euro,
30. Rhein-Sieg-Kreis : 3 677 550,63 Euro,
31. Stadt Aachen: 1 868 704,87 Euro,
32. Stadt Ahlen: 104 324,26 Euro,
33. Stadt Bad Oeynhausen: 181 727,82 Euro,
34. Stadt Bad Salzuflen : 212 236,05 Euro,
35. Stadt Bielefeld : 4 066 717,02 Euro,
36. Stadt Bocholt : 202 194,74 Euro,
37. Stadt Bochum : 4 592 189,78 Euro,
38. Stadt Bonn : 4 682 762,05 Euro,
39. Stadt Bottrop : 785 251,48 Euro,
40. Stadt Brühl : 149 767,07 Euro,
41. Stadt Bünde: 134 944,96 Euro,
42. Stadt Detmold : 460 196,2 Euro,
43. Stadt Dormagen : 326 048,27 Euro,
44. Stadt Dortmund : 6 707 422,84 Euro,
45. Stadt Duisburg : 3 481 539,14 Euro,
46. Stadt Düsseldorf : 11 923 409,96 Euro,
47. Stadt Essen : 6 168 817,43 Euro,
48. Stadt Euskirchen : 313 337,78 Euro,
49. Stadt Gelsenkirchen : 2 578 867,62 Euro,
50. Stadt Greven: 80 725,13 Euro,
51. Stadt Gütersloh : 505 954,85 Euro,
52. Stadt Hagen : 1 906 778,43 Euro,
53. Stadt Hamm : 845 680,59 Euro,
54. Stadt Herford: 216 080,21 Euro,
55. Stadt Herne : 1 307 469,43 Euro,
56. Stadt Hilden: 310 129,92 Euro,
57. Stadt Hürth : 315 615,61 Euro,
58. Stadt Köln : 15 088 804,37 Euro,
59. Stadt Krefeld : 2 029 015,56 Euro,
60. Stadt Lemgo : 257 992,52 Euro,
61. Stadt Leverkusen : 1 432 933,97 Euro,
62. Stadt Minden: 303 682,02 Euro,
63. Stadt Mönchengladbach : 1 746 613,02 Euro,
64. Stadt Monheim am Rhein: 373 882,33 Euro,
65. Stadt Mülheim an der Ruhr : 1 448 642,18 Euro,
66. Stadt Münster : 2 125 458,88 Euro,
67. Stadt Neuss : 1 199 633,87 Euro,
68. Stadt Oberhausen : 2 012 101,34 Euro,
69. Stadt Paderborn: 1 070 036,15 Euro,
70. Stadt Remscheid : 696 191,15 Euro,
71. Stadt Rheine : 328 339,74 Euro,
72. Stadt Solingen : 1 593 397,51 Euro,
73. Stadt Velbert : 486 066,8 Euro,
74. Stadt Viersen : 407 771,07 Euro,
75. Stadt Wesseling : 85 868,53 Euro,
76. Stadt Wuppertal : 2 927 225,4 Euro und
77. Städteregion Aachen : 1 432 964,63 Euro.
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§ 4 Inkrafttreten
§ 4 geändert durch Verordnung vom 19. Dezember 2016 (GV. NRW. 2017 S. 115), in Kraft getreten am 19. Januar 2017.
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2011 in Kraft.
Der Minister
für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen